„Geschmiert“ gelaufen

5. August 2014

Leider ist es so gekommen, wie zu fürchten war: Das Landgericht München hat im Ecclestone-Verfahren der Einstellung zugestimmt. So haben wir jetzt die nicht nur für juristische Laien seltsame Situation, dass der Geldgeber durch erneute Geldgabe wegen allenfalls geringer Schuld straffrei bleibt, der Geldempfänger hingegen wegen Bestechlichkeit in einem besonders schweren Fall achteinhalb Jahre in Haft muss.

Man kann es drehen und wenden wie man will, die Zahlen in diesem Verfahren wollen irgendwie nicht zusammenpassen. 44 Millionen Euro (gab es schon einmal eine auch nur annähernd vergleichbare Bestechungssumme?) passen nicht zu einer vermeintlich geringen Schuld, eine Zahlungsauflage von 74 Millionen Euro noch viel weniger. Dass eine geringe Schuld sich so überhaupt nicht mit den achteinhalb Jahren des Geldempfängers verträgt, dürfte ebenfalls offensichtlich sein, auch wenn diesem wohl auch noch Steuerhinterziehung zu Last fiel. Aber vermutlich gilt in solchen Fällen: iudex non calculat…

Was uns bleibt ist ein fader Beigeschmack, Sarkasmus, es zu ertragen sowie die Erkenntnis, dass seit Ackermann & Co. offenbar die Preise deutlich angezogen haben.

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