Schluss mit den rechtsfreien Räumen bei der Briefpost!

14. April 2011

Seit einigen Tagen berichtet unsere Regionalzeitung wieder einmal von Briefen einer Telekommunikationsfirma an Bürger unseres Kreises, denen vorgefertigte Überweisungsträger beiliegen. Man werde darin aufgefordert, für die Eintragung der eigenen Telefonnummer in eine Datei einen Betrag von knapp € 100,00 zu zahlen. Und wir Leser werden gewarnt: Auf keinen Fall solle man die dort geforderte Zahlung leisten, weil es sich vermutlich um einen Betrugsversuch handele, in Wirklichkeit sei es lediglich ein Angebot ohne bestehende Zahlungspflicht.

Die Masche ist nicht neu. Regelmäßig veröffentlicht die Kriminalpolizei derartige Warnungen und dennoch finden sich immer neue Opfer, die auf solche Schreiben hereinfallen.

Warum also jetzt auch darüber noch bloggen?

Ganz einfach: Weil es mir reicht! Es muss endlich Schluss sein mit diesen Gefahren, die die unkontrollierte Briefpost weltweit mit sich bringt! Gegen die sich kein Bürger effektiv wehren kann, weil keine Firewall, kein Anti-Viren-Programm und auch der speziell auf Briefträger abgerichtete Pittbull nicht davor schützen.

Deshalb fordere ich die Verpflichtung aller Postdienste, sämtlichen Brief- und Paketverkehr auf verdächtige Inhalte zu kontrollieren! Es muss festgestellt werden können, in welchen Briefkasten eine Postsendung eingeworfen wird und in den Briefverkehr gelangt; dieser ist sodann zu sperren und darf nicht mehr geleert werden, um weitere Straftaten der gleichen Täter zu verhindern. Grundsätzlich sind Namen und Adressen aller Absender und Empfänger von Postsendungen in Listen zu erfassen und für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten für Zwecke der Strafverfolgung aufzubewahren. Nur so kann die bislang unkontrollierbare Flut solcher Straftaten wirksam eindämmt werden.

Zwar wird dies zu Einschränkungen des Postgeheimnisses führen, doch müssen diese  im Interesse größerer Sicherheit und effektiver Strafverfolgung hingenommen werden. Es kann nicht sein, dass sich Kriminelle in Nischen einrichten, die unser Rechtsstaat schafft, nur weil einige „liberale“ Schreihälse den Schutz der Privatsphäre fordern!

Schluss also mit den rechtsfreien Räumen bei der Übermittlung traditioneller Briefpost!

Wer Sarkasmus findet, darf ihn behalten.

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One Response to “Schluss mit den rechtsfreien Räumen bei der Briefpost!”

  1. p2063 Says:

    Köstlich!

    bei der Gelegenheit bin ich auch gleich für lange, ordentlich einbetonierte Metallstangen neben den Briefkästen, an denen sich jeder der Post versenden möchte gleich zur Selbstanzeige festketten kann.

    😉


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